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Aktuelles

Neue Rubrik auf unerer Homepage: B15 neu

Aufgrund der Aktualität dieses Themas in unserer Gemeinde gibt es auf der FW-Homepage aus Altfraunhofen eine neue Sub-Site:

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Bitte beachten Sie unsere aktuellen Termine.

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Stellungnahme der FW-Gemeinderäte aus Altfraunhofen zum Thema B15n

Stellungnahme der Freien Wähler Altfraunhofen zur B15 neu

Kürzlich trafen sich die Gemeinderäte Johann Schreff, Klaus Schneider, Albert Eberl und Uli Tafelmayer der Freien Wähler Altfraunhofen, um die Thematik B15 neu zu diskutieren und eine einheitliche Stellungnahme zu formulieren. Ziel ist es, den Bürgern aus Altfraunhofen den gemeinsamen Standpunkt der Freien Wähler Altfraunhofen offenzulegen und zu begründen.


1. Dafür sprechen sich die Freien Wähler Altfraunhofen aus

Wir sprechen uns gegen jegliche Trassenführung durch Altfraunhofen aus. Seien es die Trassenvarianten 1b, 1c oder jegliche andere denkbare Trasse die unser Gemeindegebiet quert!
Wir befürworten stattdessen eine stadtnahe Trassenvariante, welche die B15 neu / Anschlussstelle B299 mit der B15 alt verbindet!
Darüber hinaus begrüßen wir einen drei- bzw. vierspurigen Ausbau der B299 mit Anschluss an die B388!


2. Begründung für unseren Standpunkt

Betrachtet man die Verkehrssituation in Landshut sowie im südlichen Landkreis, so ergeben sich zwei Hauptprobleme.

  1. Landshut wächst seit Jahrzehnten und ist verkehrstechnisch massiv überlastet. Wer im Berufsverkehr beispielsweise auf der Konrad-Adenauer Straße oder auch auf der Luitpoldstraße, Wittstraße oder Veldener Straße unterwegs ist, wird dies bestätigen können. Abgesehen davon, wird dies von objektiven Zahlen aus dem Verkehrsgutachten von Prof. Kurzak bestätigt.
  2. Eine weitere starke Zunahme beim Verkehr betrifft seit einigen Jahren die B299 von Landshut über Geisenhausen nach Vilsbiburg. Auch hier ist die Zunahme laut Verkehrsgutachten beträchtlich.

Für diese beiden Probleme müssen die Stadt und der Landkreis eine Lösung finden. Dies funktioniert unserer Überzeugung nach nicht mit einer Trassenvariante 1b oder 1c auf dem Rücken von Altfraunhofen, weil diese Trassenvarianten keine Lösung darstellen!
Wir sind der Überzeugung, dass die Variante 1b deshalb plötzlich von offizieller Seite bevorzugt wird, weil dadurch der Bund den vierspurigen Ausbau der B299 bezahlt. Dass dadurch eine Zerschneidung des kleinen Vilstal stattfindet, wird billigend in Kauf genommen. Auch, wenn dadurch Landshut weniger stark entlastet wird. Laut Verkehrsgutachten würde die Trassenvariante 1b die Veldener Straße nur um 20 % entlasten, während die stadtnähere Variante 1a eine Entlastung von über 40 % bewirkt und damit mehr als doppelt so verkehrswirksam wäre.

Gegen die Varianten 1b und 1c spricht weiter:

  • Die angedachten Varianten 1b und 1c erfordern mehr Flächenverbrauch als Trassenvariante 1a.
  • Die angedachten Varianten 1b und 1c sind zwar topographisch besser gelegen als 1a. Trotz der geringeren Erdbewegungen sind diese beiden Varianten um geschätzte 40 Mio EUR teurer als die Variante 1a.
  • Bei den Varianten 1b und 1c wird das kleine Vilstal zerstört. Dies wäre nicht nur aus ökologischer Sicht eine Schande. Viele Menschen aus dem Gemeindegebiet Altfraunhofen und noch mehr aus dem Gemeindegebiet Geisenhausen nutzen diesen Bereich als Naherholungsgebiet.
    Häufig zitiert wird im Bereich der Variante 1a ein vorhandenes Bentonit-Abbaugebiet. Allein durch die mögliche Trasse 1a wären ca. 8 ha Abbaugebiet betroffen. Aus unserer Sicht spricht gerade das für diese Trassenvariante. Aufgrund des Bentonitabbaus entfallen in dieser Gegend große Flächen als Naherholungsgebiet.
    Beide Tatsachen sprechen auch für eine Trassenführung im Bereich der Variante 1a und gegen eine Trassenführung im kleinen Vilstal!

Die Freien Wähler Altfraunhofen begrüßen darüber hinaus aufgrund der oben beschriebenen starken Zunahme des Verkehrs auf der B299 einen drei bzw. vierspurigen Ausbau dieser Bundesstraße. Allerdings sollte ein Ausbau dringend bis zur B388 erfolgen. Dieser Ausbau sollte zwingend VOR dem Anschluss der Ostumfahrung der B15neu an die B299 erfolgen, um den ankommenden Zusatzverkehr vernünftig weiterzuleiten ohne angrenzende Gemeinden zu belasten. Dies wäre eine strategisch sinnvolle und weitsichtige Straßenplanung im Sinne aller Bürger.
Der Ausbau der B299 mit Anschluss an die B388 hätte den zusätzlichen Vorteil, dass mit dem Anschluss eine weitere bereits bestehende Querverbindung zur alten B15 erfolgt. Dieser Anschluss macht eine zusätzliche Querverbindung von Geisenhausen nach Altfraunhofen überflüssig.


3. Zusammenfassung mit Alternativvorschlag

Die Freien Wähler Altfraunhofen sind wie beschrieben der Überzeugung, dass die Varianten 1b und 1c keine Lösung für die bestehenden Verkehrsprobleme von Stadt- und Landkreis Landshut darstellen.
Sinnvoll wäre eine stadtnahe Umgehung, da diese die Stadt Landshut - vor allem die Veldener Straße - und die Gemeinde Kumhausen verkehrstechnisch entlasten würde. Ob der derzeitige geplante Verlauf der Variante 1a die optimalste Umgehung darstellt, darf aus unserer Sicht bezweifelt werden. Möglicherweise wäre ein stadtnäherer Anschluss (statt Hachelstuhl) sinnvoller. Vor allem auch im Hinblick auf eine potentielle Westumgehung der Stadt wäre ein Ringschluss um Landshut weiter möglich und leichter finanzierbar.
Würde die Anschlussstelle nicht in Hachelstuhl sondern weiter nördlich (also stadtnäher) erfolgen, wäre die Ersparnis noch deutlich größer als die 40 Mio EUR und die Wirksamkeit noch größer als bei der derzeitig angedachten Trassenvariante 1a!
Das gesparte Geld könnte dann sinnvollerweise zum Ausbau der B299 verwendet werden. Bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag dürfte dies einen beträchtlichen Teil der Finanzierung darstellen.


4. Fazit

Die oben geschilderten Ausführungen zeigen in plausibler Art und Weise, weshalb eine Streckenführung durch das kleine Vilstal falsch wäre! Wer unsere gut begründeten Argumente nachvollzieht, wird unser Anliegen verstehen. Der Gemeinde das Floriansprinzip vorzuwerfen ist nicht nachvollziehbar.
Wir sehen die verkehrstechnischen Probleme von Stadt und Landkreis Landshut und gerade weil wir sie ernst nehmen, fordern wir eine tragfähige Lösung, die mit Weitsicht und Sachverstand die bestehenden Probleme angeht und auch tatsächlich löst!

 

Freie Wähler Altfraunhofen
gez. Gemeinderäte Albert Eberl, Klaus Schneider, Johann Schreff, Uli Tafelmayer


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